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Globale Erwärmung – was bedeutet das?

Globale Erwärmung beschreibt das Ansteigen der Durchschnittstemperatur auf der Erde. Je wärmer es wird, desto häufiger kommt es zu Katastrophen wie Wirbelstürmen, Dürren und Fluten.


Globale Erwärmung – was bedeutet das?

Die Polkappen schmelzen

Gletscher und Polkappen schmelzen, Eisbären und Pinguine verlieren ihr Zuhause - das ist nur eine Auswirkung des Klimawandels. (Foto: Getty Images)

 

Eigentlich klingt es gar nicht so schlimm: In den vergangenen 100 Jahren erwärmte sich die Erde um knapp ein Grad Celsius (0,74 ± 0,18 °C). Doch eben dieses "bisschen" verursachte in den letzten Jahren mehr Stürme, Fluten und verheerende Waldbrände, behaupten Wissenschaftler. 

 

Ein Grad mehr – seit mindestens tausend Jahren war es auf der Erde nicht mehr so warm. Vergleicht man Aufzeichnungen zu den weltweiten Durchschnittstemperaturen, zeigt sich, dass die wärmsten zehn Jahre alle in die Zeit ab 1995 fallen. Die drei heißesten jemals gemessenen Jahre gab es innerhalb eines Jahrzehnts. 

 

Laut Prognosen des Weltklimarats wird die Oberflächentemperatur im 21. Jahrhundert um weitere 1,1 bis 6,4 °C steigen. Grund für die große Ungenauigkeit der Angaben ist die Komplexität des Klimasystems der Erde – und die Unsicherheit, ob die Menschheit etwas gegen den Klimawandel unternehmen wird oder ob sie so weitermacht wie bisher.  

 

Doch auch wenn wir das Klima ab sofort weniger belasten, ist eine gewisse Erwärmung unvermeidlich. Die Ozeane beispielsweise sind riesige Wärmespeicher. Auf Änderungen der Lufttemperatur reagieren sie aber erst mehrere Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte später. Schmelzende Gletscher reflektieren weniger Sonnenstrahlung, sodass sich unser Planet immer mehr aufheizt.  

 

Noch ist unklar, wie diese Veränderungen die Erwärmung genau beeinflussen. Sicher ist nur, dass es wärmer wird und dass der vom Menschen verursachte Treibhausgas-Ausstoß wesentlich dazu beiträgt.  

 

Sind Klimawandel und globale Erwärmung das Gleiche?

Kurz gesagt: Die globale Erwärmung ist die Ursache, der Klimawandel die Auswirkung.


Globale Erwärmung – was bedeutet das?

Bildergalerie: Der UN-Klimareport 2007

(Zum Ansehen auf das Bild klicken)

 

Stephan Schneider: Vorsicht vor dem Klimawandel (Video in englischer Sprache)

 

 

Wissenschaftler sprechen jedoch eher von Klimawandel, weil höhere globale Temperaturen nicht bedeuten, dass es überall auf der Erde gleichzeitig wärmer wird.

 

In den Polarregionen, der Arktis und der Antarktis, wird sich die Erwärmung am stärksten auswirken. In den vergangenen Jahren lagen die Temperaturen in der Arktis im Frühjahr fünf Grad Celsius über dem üblichen Durchschnitt, berichtet die NOAA, die Wetter- und Ozeanographiebehörde der USA.  

 

Doch ändern sich die Windmuster, könnte dies dazu führen, dass die Arktis beispielsweise wärmer wird und die Winter in Europa kälter. Auch regional wird sich das Klima ändern – aber unterschiedlich. In manchen Regionen wie Teilen Nordeuropas oder Westafrikas wird es vermutlich mehr Niederschläge geben. In Gegenden wie dem Mittelmeerraum oder Zentralafrika wird es wahrscheinlich noch weniger regnen.  

 

Das Problem ist nicht nur, dass die Erde wärmer wird, sondern auch die Geschwindigkeit, mit der die Temperatur steigt. Klimaänderungen wie Eiszeiten und Warmzeiten hat es immer gegeben. Doch diese hatten natürliche Ursachen und die Entwicklung einer Eiszeit oder einer Warmzeit dauerte 50.000 bis 100.000 Jahre.  

 

In der Vergangenheit wurde der Klimawandel durch Veränderungen bei der Energieabstrahlung der Sonne verursacht, durch Verschiebung der Kontinentalplatten oder der Erdachse. Vielen Pflanzen und Tieren gelang es, sich an diese langsamen Klimaveränderungen anzupassen. Sogar Menschen haben ihren Lebensraum an die Entstehung oder das Verschwinden von Gletschern angepasst.  

 

All diese sogenannten natürlichen Kräfte scheiden als Ursachen für die offensichtliche Erwärmung der vergangenen 30 Jahre jedoch aus. Seit 1980 sind die Temperaturen stärker als je zuvor gestiegen, soweit Wissenschaftler das feststellen können.

 

Dieser drastische Wandel wird auch zum Verlust der Artenvielfalt führen – sowohl bei Pflanzen als auch bei Tieren. Viele Arten werden sich einfach nicht schnell genug anpassen können. 20 bis 30 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten sind bei einer globalen Erwärmung von 1,5 bis 2,5 Grad Celsius vom Aussterben bedroht.


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Tim Lenton, Tyndall Center for Climate Change Research (Video in englischer Sprache): 

  

 

Wissenschaftler schließen aus den Fakten, dass die derzeitige globale Erwärmung keineswegs natürliche Ursachen hat, sondern vom Menschen verursacht wird. Ihrer Meinung nach ist der Schadstoffausstoß der Industrie dafür verantwortlich.

Autoren: Karin Lindinger, Thilo Kunzemann

Veröffentlicht am: 14. April 2009

Aktualisiert am: 28. Juli 2010

 
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