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Demografieprofil Deutschland Teil 5: Ausblick

Die Trends sind deutlich: Bis zum Jahr 2050 werden eine alternde Gesellschaft und der Bevölkerungsschwund Deutschlands demografische Zukunft bestimmen.


Demografieprofil Deutschland Teil 5: Ausblick

Ein Prosit aufs Altern

Ältere Menschen genießen ihre Maß auf dem alljährlichen Oktoberfest (Foto: Reuters)

 

Wenn die Geburtenrate und die Zuwanderungszahlen auf dem derzeitigen Stand bleiben und die Lebenserwartung um sieben Jahre steigt, wird Deutschland Mitte dieses Jahrhunderts statt 82 Millionen Einwohner nur noch 69 bis 71 Millionen haben

 

Schuld daran ist vor allem der Geburtenrückgang. Aber selbst wenn dank erfolgreicher Familienpolitik wieder mehr Kinder geboren werden, gibt es in der nächsten Generation nicht genügend Frauen im gebärfähigen Alter.

 

Über 30 Jahre lang lag die Geburtenrate unter der Zahl, die nötig ist, um die Einwohnerzahl zu halten (2,1 Kinder pro Frau). In den nächsten Jahrzehnten wird außerdem die  Zahl der Sterbefälle steigen, da diejenigen, die zu Zeiten des Babybooms geboren wurden, allmählich in die Jahre kommen.



Die Bevölkerungsverteilung wird im Jahr 2050 ebenfalls ganz anders aussehen – im Wesentlichen werden die Menschen einfach älter sein. Heute sind etwa 61 Prozent der Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter (20-65 Jahre). Im Jahr 2050 werden es nur noch 50 Prozent sein.

 

Nur 15 Prozent der Bevölkerung wird jünger als 20 Jahre sein – ungefähr genau so viele Menschen wie über 80 sein werden. Der durchschnittliche Deutsche wird 50 Jahre alt sein. 

 

Auch die demografische und wirtschaftliche Spaltung Ost- und Westdeutschlands wird sich wohl fortsetzen. Zwar werden rund um relativ wohlhabende große Städte wie Leipzig und Berlin wachsende Einwohnerzahlen erwartet; im größten Teil der östlichen Bundesländer hingegen werden die Geburtenzahlen weiter fallen.

 

Die Einwohnerzahl von Städten wie Jena und Chemnitz könnte schon bis 2020 um 20 Prozent sinken. Ein Faktor, der die Einwohnerzahl Deutschlands noch beeinflussen könnte, ist die Zuwanderung. Doch die jüngsten Erkenntnisse zu Wanderungsbewegungen erschweren jede Prognose. 


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Im Jahr 2001 lag die Netto-Einwanderung nach Deutschland noch bei 272.000 Menschen, 2006 fiel sie auf 22.000 und 2007 verdoppelte sie sich wieder auf beinahe 43.000. Die künftige Einwanderung hängt im Wesentlichen von verfügbaren Jobs und dem Kurs der deutschen Einwanderungspolitik ab. Durch die Einwanderungspolitik wird festgelegt, wer in Deutschland arbeiten und bleiben darf und wer nicht.

 

Autor: Valdis Wish

Veröffentlicht am: 6. Mai 2009

 
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